Die Säuberungsaktion in der FDP Dietikon geht trotz Wählerverlust munter weiter. Nach mir liess der Vorstand nun auch die langjährige Schulpflegerin Claire Henke über die Klinge springen. Auch ihr wurde das rechtliche Gehör nicht gewährt; der Vorstand entschied, ohne sie einzuladen. Ihr „Vergehen“: Als Freundin meiner Familie, die ich für Partei und Schulpflege gewinnen konnte, hatte sie mich in den Gemeindewahlen mit ihrer Mitkandidatur auf der Liberalen Liste unterstützt. Verdiente Behördenmitglieder derart hemmungslos vor den Kopf zu stossen, ist aus menschlicher Sicht absolut kaltschnäuzig und arrogant. Es ist an der Zeit, die Präsidentin Elisabeth Müller wieder mal daran zu erinnern, dass sie bei den Nationalratswahlen 2003 auf der Dissidentenliste um den nicht berücksichtigten Thomas Wagner figurierte. Will die Generalversammlung weiteren Imageschaden von der FDP abwenden, so wählt sie diesen völlig ausgeflippten Vorstand in corpore sang- und klanglos ab.
Auf Freie Welt ist eine Diskussion lanciert worden über “bedingungsloses Grundeinkommen” vs. “liberales Bürgergeld”. Ich habe meinen Kommentar dort eingschickt, will ihn aber hier auch direkt servieren:
Als ich bei der Dietiker FDP noch geduldet war, lautete deren Wahlziel für den Gemeinderat noch: Fünf Sitze. Auf ihrer Homepage brüstet sich die Verliererpartei (sie hat ja nicht nur mich, sondern auch herbe 1.4 Prozentpunkte Wähleranteil verloren) nun damit, das Wahlziel im Gemeinderat erreicht zu haben, weil sie ihre vier Sitze knapp über die Runden retten konnte.
Eiderdaus, da passt man doch glatt am Schluss einfach das Ziel dem Resutlat an, um besser da zu stehen. Die wenigsten werden das merken; auch ich stolperte erst nach über einem Monat darüber.
So tricksen sich die Möchtegernliberalen also mit Schönschwätzereien durch die Politik. Dies ist übrigens immer noch der neuste Beitrag auf deren Homepage. Über einen Monat nach den Wahlen haben die doch tatsächlich immer noch nichts zu sagen.
Nachtrag: Die FDP liest offenbar hier mit. Kurz nach meiner Publikation wurde eine Kurznotiz über das GR-Präsidium aufgeschaltet.
Nun hat es also nicht gereicht. Um etwa zwei Listen – ca 60 Stimmen – hat die Liberale Liste den Einzug in den Gemeinderat verpasst. Dieses Verdikt der Wählerschaft gilt es ohne Kommentar zu aktzeptieren.
Dafür dass diese Liste nur wenige Wochen für den Wahlkampf zur Verfügung hatte und mehr oder weniger eine One-Man-Show war, darf man dies trotzedem als Achtungserfolg verbuchen. Andererseits sollten sich all jene, die ständig über die Zustände in dieser Stadt ausrufen und nun zu jenen rund 71% gehören, die nicht zur Urne gingen, einmal an der Nase nehmen.
Ich werde nun meine Situation überdenken. Entscheide fällen werde ich erst in ein paar Wochen, vielleicht sogar erst nach meinen Sommerferien.
All jenen, die mich unterstützt haben, danke ich für ihr Engagement und ihre Stimme.
Diese Woche war viel los. Arbeit einerseits, aber auch das gut besuchte Podium mit Ernst Joss am Mittwoch plus die Gemeinderatssitzung Donnerstags. Darunter musste der Blog etwas leiden. Mehr »
Morgen Samstag ab ca. 8:45 werde ich im Zentrum meine nächste Aktion starten. Nachdem meine Flyer in alle Briefkasten verteilt sind, musste ich mir etwas Neues einfallen lassen. Was, verrate ich natürlich noch nicht. Die Kronen Zeitung.
Ein Blick auf die Wettervorhersage für Morgen zeigt aber: Das wird richtig hart. -2 Grad und Schneefall. Naja, denn halt…
Nun ist es definitiv: Im Wahlkampf ums Stadtpräsidium in Dietikon scheut der bisherige Amtsinhaber ein Podium mit seinem Herausforderer. Zur Begründung führte er an, dass a) sein strapaziertes Wahlkampfbudget keine Kostenbeteiligung zulasse und b) ihn mein Vorschlag, ihm seinen Anteil vorzuschiessen, zu sehr brüskiere. Ferner wolle er mir keine Plattform finanzieren. Natürlich wäre es ebenso gut eine Plattform für ihn gewesen, von der er allerdings denkt, sie nicht nötig zu haben. Schade, denn ich hätte wirklich gerne öffentlich mit ihm debatiert.
Die gestrige Auslosung der Listennummern hat für die Liberale Liste die Nummer 8 ergeben.


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