Ei der Daus! Die FDP-Fraktion stellt kritische Fragen zum Computerkonzept der Schule Dietikon. Mehr »
Herrn Buchlis Frust nach der Abstimmungsniederlage vom letzten Sonntag in Sachen Sozialarbeit kann ich irgendwie verstehen. Vermutlich ärgerte er sich darüber, einen im Gemeinderat eingebrachten Kompromiss ausgeschlagen zu haben. Mehr »
Die Limmattaler Zeitung berichtet über Kritik am Computerkonzept der Schule Dietikon. Doch nicht etwa von den damals in der Volksabstimmung Unterlegenen.
Nun bin ich also nicht mehr Mitglied der FDP. Trotzdem halte ich an meinem Nein zur definitiven Schulsozialarbeit fest. Dafür gibt es verschiedenste Gründe, die alle auch vom Komitee erörtert werden. Der aus meiner Sicht wichtigste Grund ist aber folgender:
Der Lehrerberuf war lange Zeit einer der umfassendsten und vielfältigsten Berufe mit einer riesengrossen Verantwortung gegenüber Schülern, Eltern, aber auch der Gesellschaft. Vor dem Lehrer hatte man Respekt (auch vor der Lehrerin); was er oder sie sagte, das galt. Mit der Zeit kam die Spezialisierung einzelner Lehrer auf gewisse Fächer. Der Lehrer war nicht mehr überall kompetent; der Lack begann, erste Risse zu zeigen.
Danach folgte eine Phase der pädagogischen Beliebigkeit. Erlaubt war, was dem Lehrer gefiel. In pädagogischen Konzepten war sich die Lehrerschaft nicht mehr einig und widersprach sich, teilweise gar öffentlich. In einem solchen Umfeld darf es nicht erstaunen, wenn der Respekt abnimmt.
Später, besonders intensiv aber in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, erfolgte der Einzug von allerhand psychologischem und therapeutischem Personal in die Schule. Viele Lehrer empfanden dies als Entlastung im Alltag. Sie konnten ein Kind, das schwierig tat, erst einmal abklären lassen. Doch sie merkten nicht, dass sich hier eine Art zweite Schicht von Experten entwickelte, die ihnen wieder einen Teil ihrer Fachkompetenzen wegnahm. Die Entwertung des Berufes erfolgte schleichend.
Nun drängen auch noch die Sozialwissenschaften in unsere Schulen. Bald einmal bleibt dem Lehrer ausser dem Pauken nichts mehr. Wie zu Gotthelfs Zeiten.



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