Jan 22
Heute in der LiZ (nicht online) zu lesen: Stadtpräsident Otto Müller will im Zentrum Dietikons eine Flaniermeile mit jederzeitiger Zufahrt für alle Verkehrsträger.
Das passt zu all den sinnfreien Forderungen aus seiner freisinnigen Partei. Eine Flaniermeile, auf der 75 Prozent des heutigen Verkehrs immer noch die Bäcker-/Merkurstrasse auf dem Weg zu Post und Bahnhof befahren, ist eine Fantasterei. Wer leichtfertig solche Versprechen macht, wird die Hälfte jener, die ihm glauben, früher oder später enttäuschen. Ehrlicher wäre, zu sagen was ist: Eine Sperrung der Merkurstrasse führt zu Umwegfahrten von über 2 km via Dreispitz und zu Schleichverkehr durch die Tempo 30 Zone Oetwilerstrasse. Und ohne echte Sperrung gibt es keine Flaniermeile, sondern einmal mehr ein Murks. Solche Fragen zu entscheiden und dann auch die Verantwortung dafür zu übernehmen, dafür sind Exekutivmitglieder gewählt. Und nicht, um uns mit grossmäuligen Versprechen Sand in die Augen zu streuen.
Tags: Flaniermeile • Limmattaler Zeitung • Verkehr • Versprechen
Jan 21
Jetzt ist die Katze aus dem Sack. In Dietikon wird die Merkurstrasse gesperrt. Wer von südlich der Zürcher-/Badenerstrasse künftig jemanden zum Bahnhof bringen oder zur Post will, muss einen Umweg von 2.6 km über den Dreispitz zurücklegen. Oder durch die Oetwilerstrasse fahren – ein Wohnquartier mit Tempo 30 Zone.
Persönlich bin ich davon kaum betroffen. Für die paar Male, die ich diese Ziele nicht zu Fuss ansteuern kann, macht mir der Umweg nichts aus. Trotzdem nerve ich mich. Da wird im stillen Kämmerlein mit dem Kanton gekungelt und am Ende einfach übergestülpt. Man hätte bestimmt behutsamer vorgehen können, insbesondere mit jenen Bewohnern an der Oetwilerstrasse, von denen man ja nun wohl die Übernahme gewisser Lasten erwartet.
Aber was kann man schon von Exekutivmitgliedern erwarten, die vor allem ihre grosskotzigen Projekte im Kopf haben und sich um all das, was den Bürger beschäftigt, foutiert? Frischer Wind täte diesem Stadtrat wirklich gut.
Tags: Kungler • Verkehr
Jan 08
Direkt nördlich hinter dem Bahnhof Dietikon gelegen, befindet sich das Altbergquartier. Es ist daher optimal mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. So ein Gebiet, müsste man meinen, wäre prädestiniert für eine gemischte Wohn-/Dienstleistungszone, wo sowohl Zu- wie auch Wegpendler ohne motorisierten Individualverkehr ihr Mobilitätsbedürfnis optimal befriedigen können. Damit möglichst viele von so einer ausgezeichneten Lage profitieren können, wäre verdichtetes Bauen unumgänglich. Damit das Quartier aber wohnlich bleibt, braucht es Grünflächen. Was läge da näher, als auf relativ wenigen Quadratmetern sechs, sieben oder gar acht Stockwerke in die Höhe zu bauen? Doch nein, der Stadtrat belässt es bei W3. Lieber bewilligt er im Gebiet Silbern/Lerzen/Stierenmatt neue Wohnungen, obwohl ein neuer Bahnhof dort erst in vielen, vielen Jahren Realität wird und die Meisten mit dem Auto zur Arbeit fahren werden. Einmal mehr wurde hier eine Chance vertan, mit einer vernünftigen Planung dem Siedlungsdruck Herr zu werden und eine ressourcenschondene Stadtentwicklung zu befördern.
Tags: Altberg • Lerzen • öV • Silbern • Stierenmatt • Verdichtung
Nov 11
Nach über dreijähriger Planung hat der Stadtrat für die Gebiete Silbern, Lerzen und Stierenmatt, also das Industriequartier im Nordwesten Dietikons, einen Entwickungsplan vorgelegt. Rigorose Verdichtung beim Bauen erlauben ein Maximum an Ausnutzung und beugt damit der Zersiedelung und dem Landverbrauch vor. Das ist es dann aber auch bereits.
Auch wenn ich den Grundbesitzern die neuen Möglichkeiten nicht neide, so muss ganz klar auf den Umstand hingewiesen werden, dass im ganzen Gebiet nämlich neu das Wohnen möglich sein soll. Die Folgen sind absehbar: Sind die ersten Wohnsiedlungen gebaut, folgen die ersten Lärmklagen auf dem Fuss. Gewerbebetriebe und industrielle Produktion sind nun mal nicht immer geräuschfrei zu haben. Auch das Arbeiten Nachts oder am Wochenende bei hohem Auftragsaufkommen gehört in der heutigen dynamischen Wirtschaft und auf just-in-time getrimmten Produktion einfach dazu.
Wollen wir das Gewerbe in unserer Gemeinde, oder wollen wir es mit einer unvernünftigen Siedlungspolitik in den angrenzenden Aargau vertreiben? Bekanntlich sind die Aargauer äusserst flexibel, wenn es um die Gewinnung guter Steuerzahler geht.
Das ist keine gewerbefreundliche Politik. Deshalb tendiere ich vorläufig zu einem Nein.
Tags: Gewerbe • gewerbefreundlich • Lerzen • Planungszone • Silbern • SLS • Stierenmatt • Verdichtung
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