Nach über dreijähriger Planung hat der Stadtrat für die Gebiete Silbern, Lerzen und Stierenmatt, also das Industriequartier im Nordwesten Dietikons, einen Entwickungsplan vorgelegt. Rigorose Verdichtung beim Bauen erlauben ein Maximum an Ausnutzung und beugt damit der Zersiedelung und dem Landverbrauch vor. Das ist es dann aber auch bereits.
Auch wenn ich den Grundbesitzern die neuen Möglichkeiten nicht neide, so muss ganz klar auf den Umstand hingewiesen werden, dass im ganzen Gebiet nämlich neu das Wohnen möglich sein soll. Die Folgen sind absehbar: Sind die ersten Wohnsiedlungen gebaut, folgen die ersten Lärmklagen auf dem Fuss. Gewerbebetriebe und industrielle Produktion sind nun mal nicht immer geräuschfrei zu haben. Auch das Arbeiten Nachts oder am Wochenende bei hohem Auftragsaufkommen gehört in der heutigen dynamischen Wirtschaft und auf just-in-time getrimmten Produktion einfach dazu.
Wollen wir das Gewerbe in unserer Gemeinde, oder wollen wir es mit einer unvernünftigen Siedlungspolitik in den angrenzenden Aargau vertreiben? Bekanntlich sind die Aargauer äusserst flexibel, wenn es um die Gewinnung guter Steuerzahler geht.
Das ist keine gewerbefreundliche Politik. Deshalb tendiere ich vorläufig zu einem Nein.

