Jan 20

Für mehr Lehrstellen sind sie also, die “Die Liberalen” von Dietikon. Schreibt wenigstens Verena Trabelsi Hofer, eine FDP-Kandidatin für den Gemeinderat, in einem Leserbrief. Sie forderte auch schon ein Cafée im Chrützacher und mehr Verweil-Cafées im Zentrum. Doch ich schweife ab. Das will sie mit mehr Praktikumsplätzen “in Koordination mit Wirtschaft und Gewerbe” erreichen. Und “privaten Coachingsystemen für die Begleitung Jugendlicher bei der Stellensuche.”

Da frage ich mich: Weiss diese Frau eigentlich, für welches Amt sie da kandidiert? Lehrstellen kann man doch nicht einfach herbeibefehlen. Dafür braucht es zuerst einmal überhaupt Gewerbe. Doch das vertreibt ihr eigener Stadtpräsident, indem er salopp im Industriequartier Wohnungen zulassen will. Man kann es drehen und wenden wie man will: Die FDP sagt das Eine, meint das Andere und tut das Dritte. Schade, wie schnell sich diese noch vor vier Jahren äusserst erfolgreiche Partei selber demontiert hat und nun konzept- und führungslos umhertorkelt.

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Jan 08

Die Finanzplanung Dietikons vom 26.10.09 sieht bis Ende Legislatur 2010 eine Nettoschuld von 23 Mio. vor, entgegen den im Legislaturziel definierten 46 Mio. Am Stadtratspodium vom letzten Mittwoch, keine drei Monate später, behauptete ein Stadtrat, anstatt 46 würden es nur noch 5 Mio. sein. Aufgrund begonnener Grossprojekte lässt sich aber leicht erkennen, dass da etwas nicht stimmt. Man hinkt einfach dem Fahrplan hinterher und schreibt sich die resultierende Verschiebung der Fälligkeit schon beschlossener Ausgaben ins nächste Jahr auf die Erfolgsseite, um die angezettelte Schuldenorgie bis nach den Wahlen zu vernebeln. Oder man prognostizierte noch letzten Oktober ins Blaue hinaus. Wie auch immer: Nebst Transparenz vermisse ich in der stadträtlichen Finanzpolitik echten Sparwillen. Beim Sparen übrigens fange ich bei mir selbst an: Als Stadtpräsident würde ich nur 75 Prozent des Präsidiallohns beziehen. Dafür benötige ich am 31.1.10 Ihre Stimme als Stadtrat und Stadtpräsident.

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Dez 11

Nun ist es definitiv: Im Wahlkampf ums Stadtpräsidium in Dietikon scheut der bisherige Amtsinhaber ein Podium mit seinem Herausforderer. Zur Begründung führte er an, dass a) sein strapaziertes Wahlkampfbudget keine Kostenbeteiligung zulasse und b) ihn mein Vorschlag, ihm seinen Anteil vorzuschiessen, zu sehr brüskiere. Ferner wolle er mir keine Plattform finanzieren. Natürlich wäre es ebenso gut eine Plattform für ihn gewesen, von der er allerdings denkt, sie nicht nötig zu haben. Schade, denn ich hätte wirklich gerne öffentlich mit ihm debatiert.

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